Paella

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Paella ist ein weltbekanntes spanisches Nationalgericht und wird traditionell in einer sehr großen, runden und flachen Pfanne zubereitet. Daher kommt auch der Name, Paella ist abgeleitet vom lateinischen Wort patella (Pfanne). Die Grundzutaten einer klassischen Paella sind der spezielle Paella-Reis, Gemüse, Fleisch, Meeresfrüchte, Fond und Safran – es gibt jedoch unzählige Varianten.

Meinen persönlichen Favoriten kann nur mein liebster Nachbar zaubern, aber ich lasse es mir nicht nehmen, mich selbst auch an dieses Gericht zu wagen. Natürlich muss ich mich noch ganz oft durch Nachbars Paella schlemmen, um seiner Perfektion nahe zu kommen… und ach ich freue mich auf jedes Probieren.

Im Mittelpunkt einer Paella steht natürlich der Safran – eine Krokus-Art, aus deren Narben eines der teuersten Gewürze der Welt gewonnen wird. Mich haben der Anbau und die Ernte dieses edlen Gewürzes gereizt. Also habe ich in einem Selbstversuch diese Knollen erstanden, gepflanzt und über Monate gezogen und gepflegt. Seht selbst…

Meine sorgsam gehüteten Safran-Knollen, die ich bereits im August gepflanzt habe

Die ersten Knospen waren bereits im September zu erkennen. Mit ein bisschen Sonne und Liebe sind sie stetig gewachsen, bis sie sich…

… zu einer Blume mit violetter Blüte und ihren drei Safranfäden entwickelt haben. Der Safrankrokus blüht nur drei Tage im Jahr…

… und wird noch heute weltweit ausschließlich mit der Hand geerntet.

Zutaten für 2 – 3 Personen

ZutatMenge
Paella-Reis 220 g (siehe Einkaufstipp)
Geflügelfond 700 ml
Trockener Weißwein 150 ml
Safranfäden 6 – 8 Stück
Chorizo 2 Stück
Zwiebel 1 Stück
Knoblauchzehen 2 Stück
Spitz-Paprika 2 Stück
Erbsen 50 g
Garnelen (küchenfertig; mit Schale) 8 Stück
Calamarettini (küchenfertig) 4 Stück
Hähnchenunterschenkel 4 Stück
Olivenöl 6 EL
Buttaris 2 EL
Salz 2 – 3 Prisen
Pfeffer 1 Prise
Miesmuscheln 500 g
Paella-Pfanne inkl. Deckel alternativ eine sehr große flache Pfanne

Safran gibt der Paella ihre berühmte orange-gelbe Färbung

Einkaufstipp: Für ein authentisches Ergebnis empfiehlt sich unbedingt den echten Paella-Reis zu kaufen und diesen in keinem Fall vorher zu waschen, sonst wird er im Gericht matschig.

Schritt 1:
Würzt eure Hähnchenunterschenkel mit Paprika und bratet sie in Buttaris scharf an und dann auf mittlerer Hitze weitere 5 Minuten (immer wieder wenden). Gebt die Chorizo nur kurz dazu, und stellt dann beides beiseite. In der Zwischenzeit könnt ihr den Fond in einem Topf lauwarm erhitzen und die Safranfäden darin auflösen.

Schritt 2:
Schwitzt die Zwiebeln und den Knoblauch in dem Olivenöl direkt in der Paella-Pfanne an, gebt den Paella-Reis dazu und löscht das Ganze mit Weißwein ab. Dann gebt ihr den Fond dazu und kocht die Flüssigkeit auf geringer bis mittlere Hitze fast vollständig ein. Dieses benötigt Zeit – gebt sie dem Reis, denn nur so bekommt ihr ein perfektes Ergebnis. Würzt den Reis, bis er euch kräftig genug erscheint.

Eine Paella-Pfanne ist vor allem so flach, weil der Reis nicht mehr als 4 cm hochstehen sollte.
Anders als beim Risotto soll man den Paella-Reis so wenig wie möglich umrühren, denn das Beste an der Paella ist die am Boden angesetzte Kruste. Diese wird in Spanien traditionell dem Ehrengast serviert.

Schritt 3:
Ist die Flüssigkeit so gut wie eingekocht, fügt ihr die Hähnchenunterschenkel, Chorizo, Erbsen und die Calamarettini sowie Garnelen hinzu. Setzt sie in den Reis, ohne umzurühren und legt einen Deckel auf eure Paella-Pfanne. Lasst das Ganze noch weitere 15 Minuten auf geringer Hitze durchgaren.

Schritt 4:
In dieser Zeit wascht ihr eure Miesmuscheln, entfernt die Bärte und sortiert die Kaputten aus. Gart die übrigen Muscheln in einem Topf mit kochendem Wasser 3 Minuten vor und sortiert wiederum die Ungeöffneten aus. Schreckt sie ab und stellt sie beiseite.

Schritt 5:
Schneidet eure Spitzpaprika in feine Streifen, entfernt die Kerne und fügt sie mit den Miesmuscheln in die Pfanne. Gebt der Paella noch 5 – 7 Minuten, dann könnt ihr sie genießen.

Am besten stellt ihr die große Pfanne mitten auf den Tisch und jeder bedient sich selbst!

Dieses Gericht kostet viel Zeit in der Vorbereitung – aber sie lohnt sich!

Guten Hunger

 

Eure Evelyn
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