Linguine mit Chermoula-Sauce

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Auf unser wunderschönen Südafrika-Tour entlang der Garden Route hat uns der Weg vorbei an rauen Küsten und traumhaften Stränden geführt. Nachdem die Wasserfall-Wanderung im Tsitsikamma Nationalpark uns eindrucksvolle Ausblicke und abenteuerliche Hängebrücken bescherte…

… war der nächste Spot eines meiner persönlichen Highlights Südafrikas: Acht Kilometer südlich von Plettenberg Bay liegt das Robberg Nature Reserve – eine Halbinsel mit dem gleichnamigen Naturschutzgebiet.

Für Naturliebhaber und Frischluft-Fanatiker wie mich spektakulär. Es führen drei unterschiedlich lange Wanderwege um die Halbinsel. Erst wesentlich später haben wir herausgefunden, dass eine Wanderung im Uhrzeigersinn einfacher gewesen wäre, aber typisch deutsch, wie wir nun sind, haben wir uns immer auf der rechten Seite der Insel gehalten und sind quasi gegen den Uhrzeigersinn gewandert. Dies hat bei den uns entgegenkommenden Wanderern für das ein oder andere Schmunzeln gesorgt. Steile Passagen über schmale Steintreppen wären leichter bergauf zu bewältigen gewesen, sandige Dünen eher bergab als andersherum. Aber ohne diesen „Umweg“ wäre die Wanderung nur halb so ereignisreich gewesen – und der Hunger nur halb so groß, doch dazu später mehr….

Nur wenige Wege sind mit einem Geländer gesichert, aber trotzdem auch mit leichter Höhenangst gut zu bewältigen.

Wir wurden belohnt mit wunderbaren Ausblicken auf die Buchten und den Ort Plettenberg Bay.


Die Wanderung hat uns körperlich und mental so einiges abverlangt. Dessen ungeachtet – oder vielleicht gerade deshalb – wird es auf ewig einer der schönsten Tage meines Lebens sein.


Nach dieser erlebnisreichen und kräftezehrenden Wanderung war der Hunger groß – und dafür bietet Plettenberg Bay eine Vielzahl an guten Fischrestaurants. Bei einem entspannten Glas Wein und dem Studium der fremdländischen Speisekarte, habe ich eine Entdeckung gemacht, die mich bis nicht mehr losgelassen hat: Linguine mit Chermoula Sauce. Ich habe lange gebraucht, bis ich die für mich richtige Gewürzmischung hergestellt hatte, aber nun ist sie ausgereift.

Chermoula ist eine ursprüngliche Marinade, die in Südafrika gerne für Fisch, Meeresfrüchte oder Fleisch und scharf angebratenes Gemüse verwendet wird. Sie besteht in erster Linie aus den beiden Grundzutaten Koriander und Knoblauch und wird erweitert mit Olivenöl, Zitronen und in meinem Fall mit Sojasauce und Zwiebeln. Wer es noch etwas würziger mag, fügt geräuchertes Paprikapulver hinzu. Dadurch bekommt die Sauce mehr Farbe (auf dem Bild ohne Paprika).

Zutaten für 2 Personen

ZutatMenge
Zwiebel 1 Stück
Koriandersamen 2 EL
Knoblauchzehen 2 Stück
frischer Ingwer 2 cm
Olivenöl 6 EL
Pfeffer 1 Prise
Zitronensaft 1 TL
Sojasauce 3 – 4 EL
Garnelen 8 – 10 Stück
Linguine (oder Spaghetti) 400 g
Frühlingszwiebeln 2 Stück
Frischer Koriander 1 Bund
Creme Fraiche 2 TL
Geräuchertes Paprikapulver 1 TL (nach Belieben)
Wok (falls vorhanden)

Man reist ja nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen

Schritt 1:
Für die Gewürzmischung schält ihr den Ingwer, reibt ihn und stellt ihn beiseite. Anschließend zerstoßt ihr die Koriandersamen in einem Mörser und zermahlt sie – die Konsistenz soll annährend pulverig werden. Nun würfelt eure Zwiebeln und den Knoblauch sehr fein und bratet ihn mit dem Koriandermehl scharf im Olivenöl in einem Wok oder einer großen Pfanne an. Reduziert die Hitze und lasst die Mischung kurz durchgaren.

Schritt 2:
Jetzt gebt ihr den Ingwer und die Garnelen hinzu, kocht alles zusammen auf und löscht es mit der Sojasauce ab. Reduziert die Hitze und lasst es ziehen. In der Zwischenzeit könnt ihr eure Linguine nach Geschmack bissfest oder weich kochen.

Schritt 3:
Schmeckt den Sud mit Zitrone und Pfeffer ab. Je nach Belieben könnt ihr diesen nun mit etwas mehr Soja oder mit geräuchertem Paprikapulver ergänzen. Die Garnelen bleiben in der Marinade. Dann schreckt ihr eure Nudeln kurz kalt ab, vermengt sie mit der Marinade und bratet das Ganze bei größtmöglicher Hitze an, um dem ganzen die nötigen Röstaromen zu geben.

Schritt 4:
In der Zwischenzeit wascht ihr den Koriander und Lauch, zupft die Blätter ab und hackt beides fein. Währenddessen können die Linguine den Geschmack der Mariande gut aufnehmen.
Kurz vor dem Servieren gebt ihr das frische Grün zu den Nudeln in den Wok, erhitzt alles und richtet es auf euren Tellern an. Die Creme Fraiche wird nur punktuell zum Verfeinern auf die Linguine gegeben.

Guten Hunger!

Eure Evelyn
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2 Comments
  • Mareike
    Februar 27, 2020

    Liebe Evelyn,
    ich habe gestern dein Rezept ausprobiert. Es war super lecker. Ich habe Bandnudeln statt Linguine verwendet und als Beilage dazu Möhren mariniert und im Backofen geschmort. Mein Mann war total begeistert. Ich werde es bestimmt öfter kochen 🙂
    Vielen lieben Dank für das tolle Rezept!
    Liebe Grüße,
    Mareike

    • Evelyn
      Februar 28, 2020

      Ach Mareike, das freut mich sehr. Ich habe es auch schon mit Rinderfilet-Streifen probiert, ebefalls ein Genuss. Wenn dein Mann auch so ein “Fleischliebhaber” ist, probiere es mal. Je dünner die Streifen, desto besser!
      Stöber dich mal durch die Rezepte, es ist immer schön ein Feedback zu bekommnen. LG Evelyn

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