Apfelstrudel

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Zwischen meinem ersten und zweiten Apfelstrudel liegen sage und schreibe 30 Jahre! Die Erinnerung an diese Köstlichkeit, die ich als Kind in einem Familien-Skiurlaub zum ersten Mal probiert hatte, hat mich bis heute nicht losgelassen. Viele spätere Skiurlaube habe ich dann jedoch in der Schweiz verbracht und konnte dort „nur“ meine Käse-Leidenschaft zelebrieren. Die Wiederholung dieses Strudelgenusses blieb mir vorerst verwehrt.

Erst in diesem Jahr war für uns endlich wieder einmal Österreich angesagt – es ging zum Skiurlaub nach Sölden in Tirol! Ich bin schon mit dem festen Vorsatz angereist, die Tiroler Gastlichkeit und diverse traditionelle Gerichte auszuprobieren. In erster Linie meinen heißgeliebten Apfelstrudel – der stand ganz oben auf meiner Liste! Der klassische Apfelstrudel ist aus der österreichischen Küche nicht wegzudenken; geeignete Apfelsorten werden in Österreich auf regionalen Wochenmärkten sogar als „Strudler“ bezeichnet. Und ich kann euch sagen, meine Erwartungen an diese Kindheitserinnerung wurden noch übertroffen. Saftig, süß, mit dem zart-knusprigen und hauchdünnen Teig – einfach unwiderstehlich lecker.
Wieder zu Hause angekommen, wollte ich mich an diesem wiederentdeckten traditionellen Gericht unbedingt selbst versuchen und den Apfelstrudel mit Liebe nachbacken. Was für eine Herausforderung! Denn gerade diese österreichische Mehlspeise mit ihrem Strudelteig ist etwas für ambitionierte Bäcker – aber mit einigen kleinen Kniffen gut umzusetzen. Und schmecken tut der Apfelstrudel wirklich zu jeder Jahreszeit – je nachdem serviert mit cremiger, lauwarmer Vanillesauce oder herrlich kühlem Vanille-Eis.

Zutaten für 2 kleine Apfelstrudel:

ZutatMenge
Strudel-Teig:
Mehl 330 g
Olivenöl 6 EL
Salz 1 Prise
Porzellanschüssel
Füllung:
Sultaninen 50 g
Brauner Rum (alternativ Apfelschnaps) 4 EL
Mandelkerne (gehackt) 50 g
Butter 150 g
Semmelbrösel 50 g
Zucker 130 g
Bio-Zitrone 1 Stück
Äpfel (süß-säuerlich) 800 g
Gemahlener Zimt 1 TL
Puderzucker 50 g
Backpapier

Apfelstrudel – der Klassiker für zu Hause

 

Schritt 1:
Für den Strudelteig gibst du das Mehl mit einer 1 Prise Salz und 5 Esslöffeln Olivenöl in eine Schüssel, fügst dann langsam 150 ml lauwarmes Wasser dazu und verrührst alles gleichmäßig. Anschließend knetest du den Teig mit deinen Händen weiter – er soll ganz glatt und geschmeidig sein.

Schritt 2:
Forme den Teig zu einer Kugel, lege ihn auf einen Teller, und reibe die Teigkugel mit einem Esslöffel Öl ein. Erwärme nun eine große Porzellanschüssel mit heißem Wasser, trockne sie gut ab, und stülpe sie über die Teigkugel. Lass den Teig darunter 3 bis 4 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen.

Schritt 3:
In der Zwischenzeit lässt du die Sultaninen eine Stunde in Rum einweichen und hackst sie danach in feine Stückchen.

Schritt 4:
Lass 50 g deiner Butter in einer Pfanne schmelzen, gib dann die Semmelbrösel dazu und brate sie goldbraun an. Dann fügst du den Zucker hinzu und hebst ihn gleichmäßig unter, bevor du alles zusammen abkühlen lässt und für die spätere Verwendung beiseitestellst.

Schritt 5:
Wasche die Äpfel, schäle sie, und entferne die Kerngehäuse, bevor du sie in dünne Stifte oder Stücke schneidest. Nun beträufelst du die Äpfelschnitze mit Zitronensaft, um so zu verhindern, dass sie braun werden. Vermenge alles mit dem Zimt, dem restlichen Zucker sowie den eingelegten Sultaninen. Zu guter Letzt fügst du die Mandelkerne und die Semmelbrösel-Zucker-Mischung hinzu und rührst alles gut durch.

Schritt 6:
Schmelze die restliche Butter in einem Topf und beginne nun mit der Teigvorbereitung: Den Strudelteig musst du hauchdünn ausrollen. Damit das gut gelingt, verwendest du ein bemehltes Küchentuch. Ich habe mich für eine Teigplatte à 40 x 40 cm entschieden. So werden die beiden Strudel zwar kleiner aber der Teig lässt sich einfacher verarbeiten.

Schritt 7:
Bepinsele eine Teigplatte leicht mit Butter und verteile dann die Hälfte der Apfelmischung auf dem unteren Teigdrittel. Spare dabei 3 cm rechts und links aus und schlage die Seitenränder ein, damit die Füllung beim Backen nicht ausläuft, bevor du den Teig mit Hilfe des Geschirrtuchs von unten nach oben aufrollst. Der Strudel soll kompakt gewickelt werden. Lege ihn nun mit der Nahtseite nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, und bestreiche ihn noch mal mit Butter – das macht den Strudel später schön knusprig.

Schritt 8:
Mit der zweiten Teighälfte und der restlichen Apfelmischung verfährst du ebenso. Jetzt kannst du deine beiden Apfelstrudel bei 180 Grad Umluft für 25 Minuten ausbacken. Lass sie anschließend ruhen und durchziehen, und bestäube sie erst nach dem Auskühlen mit Puderzucker.

Ob du diesen Genuss nun mit Eis zelebrierst oder mit Vanillesauce…lass es dir schmecken!

Guten Appetit!!!

Eure Evelyn
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